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Was muß eine Bremse “aushalten”? Natürlich ist der Bremsenverschleiß nichts, was man in einer Zahl angeben kann. Der eine Fahrer bremst mehr und konsequent, der andere zögerlich und sanft. Fahrzeuggewicht, Durchschnittsgeschwindigkeit, Stadtverkehr oder Autobahn, Hänger- und Wohnwagenbetrieb und selbstverständlich die Qualität der Bremsenteile selbst spielen eine Rolle und wirken sich erheblich auf die erzielbare Haltbarkeit der Bremsenverschleißteile aus.
Laufleistungen von 30.000 bis 60.000 Kilometer und darüber sind keine Seltenheit. All das zählt zu “normalen” Belastungen, die eine Bremsanlage klaglos schlucken können muß. Es gibt einen Konsens,was maximale Belastbarkeit einer Serien-PKW-Bremse angeht:
Die Serienbremse eines PKWs muß, wenn das Fahrzeug aus Höchstgeschwindigkeit “Gewalt” bis zum Stillstand heruntergebremst wird, diese EINE Notbremsung aushalten. Die kinetische Energie, die dabei in der Bremse “vernichtet” wird, ist gewaltig, weshalb es zu Überhitzungen, Rissen und Verformungen kommen kann und eine anschließende Funktion der Bremsanlage nicht mehr sicher gewährleistet ist.
Deshalb: Nach einer “Notbremsung” sobald als möglich in einer Fachwerkstatt Funktionssicherheit und Zustand der Bremsanlage überprüfen lassen!
Neue Bremsen richtig “einfahren” Sollten Sie beispielsweise Bremsbeläge und Scheiben zusammen erneuert haben, müssen sich diese Komponenten erst über eine gewisse Distanz aufeinander einspielen. Bis sich z.B. die Reibflächen Bremsklotz / Bremsscheibe formschlüssig einander angeglichen haben, kann es während einiger Zeit zu Quietschgeräuschen kommen. Das ist zwar ein wenig unangenehm, hört aber nach kurzer Zeit auf.
Neue Bremsen dürfen nicht sofort einer Belastung durch Vollbremsung unterzogen werden!
Und so wird es gemacht: (nach Porsche-Richtlinie)
“Richtiges Einfahren nach dem Erneuern der Beläge: - 3 bis 4 Bremsungen mit mittlerem Pedaldruck aus einer Geschwindigkeit von ca. 160 km/h auf 80 km/h. - dazwischen Abkühlphasen von 300 - 400m einhalten. - 2 bis 3 Bremsungen mit stärkerem Pedaldruck aus einer Geschwindigkeit von ca. 180 km/h auf 100 km/h. - dazwischen Abkühlphasen von 500m einhalten. Blockieren und ABS-Regelung unbedingt vermeiden. - 1 bis 2 Reinigungsbremsungen dazwischen durchführen. Die Beläge sollen dabei keinesfalls überhitzen.”
Bremsenquietschen beseitigen / vermeiden Die wichtigsten Ursachen für quietschende Bremsen sind:
- Fehlende oder minderwertige “Rückenbeschichtung” der Bremsbeläge
- Fehlende Abschrägung der Reibfläche
- Weglassen von Reibungs- und Resonanzminderndem Schmierstoff an Kontaktflächen zwischen Bremsbelag und Bremszange.
So ist ein qualitativ hochwertiger Bremsklotz aufgebaut:

Sie sehen schon: Auf die meisten Faktoren haben Sie bereits beim Kauf erheblichen Einfluß, indem Sie -soweit möglich- zu Bremsklötzen von Markenherstellern greifen. Weiterhin sollten grundsätzlich geignete “Schmiermittel” an den Kontakt- und Gleitflächen zwischen Bremsklotz und Bremszange / Bremssattel verwendet werden.
Achtung: Verwenden Sie bei der Bremsenmontage KEINE Kupferpaste! Durch Verwendung von Kupferpaste kann es zu Ausfall oder Beeinträchtigung des ABS-Systems kommen! Gut geeignet sind Bremsenmontagepasten wie z.b. 2m100795
”Bremsenrubbeln”, geeignete Montagehilfen und Sauberkeit Eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Verwendung richtiger Hilfsmittel und Sauberkeit. Leider entstehen immer wieder unnötigerweise “Reklamationen”, die gar keine sind. Die beste Bremsscheibe kann nicht schlagfrei laufen, wenn sie auf einer verschmutzten oder rostigen Radnabe geradezu herumeiert. Bereits bei der Bremsscheibenmontage auf der Radnabe befindliche Schmutzpartikel, ja selbst kleine Roststellen wirken sich am äußeren Radius der Bremsscheibe schon im Millimeterbereich aus. Dann entsteht das unangenehme “Bremsenrubbeln”.
Auch die Verwendung übertrieben dicker Fett- oder Pastenschichten zwischen Bremsscheibe und Radnabe, um festrosten zu vermeiden, ist falsch. Eine dünne Schicht z.B. Bremsenpaste 2m100795 genügt vollkommen.
Sparen an der falschen Stelle: Radbremszylinder/ Bremsscheiben/ Bremsschläuche einzeln erneuern Die Bremsanlage des Autos ist links und rechts gleich belastet, jede Seite unterliegt demselben Verschleiß. Deshalb sollten diese Sicherheitsbauteile immer paarweise getauscht werden.
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