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Wie lange hält eine Batterie? Die Haltbarkeit einer Starterbatterie hängt von vielen Faktoren ab. Sie können helfen, die Lebensdauer Ihrer Batterie zu verlängern:
Vermeiden Sie völlige Entladung "Tiefentladung" der Batterie Bei völlig “tiefentladener” Batterie tritt sogenannte “Sulfatation” ein. Die Folgen davon können Kapazitätsverlust der Batterie sein, Verformungen der inneren Platten, Beschädigung der Separatoren zwischen den Batterieplatten, sodaß innerer Kurzschluß der Batterie auftreten kann. Wichtig: Auch eine ausgebaute Batterie ohne angeschlossene Verbraucher entlädt sich selbständig! Dies geschieht zwar nur sehr langsam, aber kleine Batterien wie beispielsweise in Mopeds oder Motorrädern sind “über den Winter” bereits tiefentladen und oft unbrauchbar. Deshalb: Immer wieder mal nachladen! Eine Batterie gilt bereits als “tiefentladen”, wenn sie nur noch eine Ruhespannung von 11,8 Volt oder darunter hat!
Warnzeichen beachten Bereits wenn sich erste Warnzeichen wie eine “müde” Batterie zeigen, die Ladekontrolle am Armaturenbrett leuchtet oder ein quietschender Keilriemen um Hilfe schreit, sollten Sie versuchen, die Ursache der Störung zu beseitigen. Kleinere Arbeiten, z.B. Keilriemenwechsel, Batterie aufladen können Sie selbst erledigen. Eine Belastungsprüfung, den Ladezustand der Batterie oder Funktionsprüfung der Lichtmaschine kann jede Werkstatt innerhalb weniger Minuten durchführen, sodaß Sie vor bösen Überraschungen sicher sind.
Achten Sie auf eine saubere, trockene Batterieoberfläche Feuchtigkeit und Schmutz lassen Kriechströme entstehen, die unnötige Entladung und Belastung sowohl von Batterie als auch der Lichtmaschine mit sich bringen.
Stand der Batteriesäure regelmäßig prüfen Selbst sogenannte “wartungsfrei nach DIN” - Batterien haben oben Verschlußstopfen, (abgesehen von vollgekapselten Modellen, wie sie zum Beispiel bei Opel in der Erstausstattung verbaut sind) durch die destilliertes Wasser nachgefüllt werden kann.
In eine gebrauchte Batterie niemals Batteriesäure, sondern ausschließlich destilliertes Wasser nachfüllen!
Im Herbst und Winter Batterie einfach mal zwischenladen Während dieser Jahreszeiten werden viele zusätzliche Verbraucher wie Gebläse, Beleuchtung und Heckscheibenheizung benutzt. Zudem leistet die Batterie beim Starten wegen kaltem und damit viel zäherem Motor- und Getriebeöls Schwerstarbeit. Hinzu kommt ein bei minus 20 Grad bereits halbierter Energievorrat:

Da besonders Kurzstreckenfahrten im Winter der Batterie oft mehr Strom entnehmen, als die Lichtmaschine im Betrieb nachladen kann, sollten sie der Batterie per Ladegerät helfen, das “Mehr” an entnommenem Strom wieder zuzuführen.
“Wieviel” Batterie (und welche) braucht ein PKW überhaupt? Diese Frage stellt sich, wenn eine neue angeschafft werden muß. Lassen Sie sich von der Dimensionierung der Originalbatterie nicht täuschen: Die PKW-Hersteller sparen oft an Kapazität und somit Kosten der Originalbatterie! Es ist sinnvoll, beim Kauf einer neuen Batterie “eine Nummer größer” zu wählen, ausreichende Sicherheitsreserven sind besonders im Winter wichtig! Lassen Sie sich vom Fachhändler beraten, welche Batteriegröße für Ihr Fahrzeug angemessen ist.
Hierzu geben Sie besondere Verbraucher in Ihrem Fahrzeug an: Standheizung, Sitzheizung, aber auch Geräte mit Standby-Betrieb wie Handy oder groß dimensionierte HiFi-Anlage brauchen mehr Batterieleistung. Machen Sie sich keine Sorgen wegen der Lichtmaschine. Diese verfügt über eine Regelung, sodaß eine Überlastung beim Laden der Batterie ausgeschlossen ist.
Seit ca. 1997 werden wegen erhöhten Strom- und Spannungsbedarfs im PKW Lichtmaschinen mit höherer Ladespannung eingebaut. Das bedingt besondere Starterbatterien in Calciumtechnologie, welche höhere Spannungen aushalten, ohne zu gasen. Herkömmliche Blei/ Säurebatterien halten dieser Belastung nicht stand! Die neuen Calciumbatterien können jedoch bedenkenlos auch in älteren Fahrzeugen eingebaut werden. Sie kosten nur wenig mehr als herkömmliche Starterbatterien, haben aber viele Vorteile. Lassen Sie sich beraten, welche Batteriestärke und -art für Ihr Fahrzeug geeignet ist!
Batterie “einwintern” Eine unangenehme Überraschung, die besonders Moped- und Motorradfahrer trifft: Die im Herbst noch tadellose Batterie wird ausgebaut und zum Start der Motorradsaison verweigert sie den Dienst. Für dieses Ärgernis gibt es meist zwei Gründe:
Batterie hat sich selbst entladen Das ist ein ganz normaler, chemisch/physikalischer Vorgang, den man im Alltagsbetrieb nicht bemerkt, weil die Batterie beim fahren ständig nachgeladen wird. Wegen relativ geringer Kapazität der Moped/ Motorradbatterien ist der gespeicherte Strom bereits nach wenigen Wochen “verschwunden”, besonders wenn die Batterie beim Ausbau nicht ganz voll geladen war.
Kriechstrom Verschmutzte, feuchte Batterieoberflächen begünstigen den Fluß von Kriechstrom zwischen den Batteriepolen und somit Selbstentladung.
Und so gehts: Die Batterie ausbauen, gründlich säubern und trocknen. Bei Bedarf voll aufladen. (Weil Starterbatterien keinen Memory-Effekt haben, dürfen sie anders als z.b. Handybatterien vor dem laden NICHT entladen werden! Diese Tiefentladung schädigt die Batterie dauerhaft!) Dabei laden und danach eventuell fehlendes destilliertes Wasser auffüllen. Keine Säure nachfüllen! Batterie an trockenem, frostfreiem Ort wie z.B. im Heizungskeller lagern, alle zwei Wochen den Ladezustand der Batterie prüfen und bei Bedarf wieder nachladen.
So können Sie die Batterielebensdauer verlängern und sind vor Überraschungen sicher. Kosten spart es natürlich obendrein.
Batterie ausbauen/ laden Die Batterie sollte nur im ausgebauten oder zumindest vom Bordnetz getrennten Zustand (Kabel von Batteriepolen abschrauben) geladen werden. Trennen Sie zuerst das Minus/ Massekabel ( dieses ist entweder blankes Kupferband oder ein schwarzes Kabel) von der Batterie, dann das Pluskabel (Kabelfarbe Rot). Beim Einbau/ anschließen der Batterie erst Pluskabel befestigen, dann das Minuskabel. Diese Vorgehensweise verhindert unabsichtliche Kurzschlüsse.
Achten Sie auch auf folgendes:
- Beim Aus/ Einbau der Batterie darf kein Verbraucher (Radio, Licht usw) am Fahrzeug eingeschaltet sein. - Beim Trennen der Batterie vom Bordnetz müssen beispielsweise mit Diebstahlcode gesicherte Radios später eventuell neu programmiert werden. Stellen Sie sicher, daß Sie diesen Code zur Hand haben.
So lädt man richtig: Ich gehe davon aus, daß Sie über ein Ladegerät verfügen, in dem eine Laderegelung integriert ist. Das bedeutet, daß die Batterie bis zum erreichen der Gasungsspannung (diese liegt bei einer üblichen 12V - PKW-Starterbatterien im Bereich von 13,8 - 14,4 Volt) mit konstantem Strom geladen wird. Dann regelt das Gerät den Ladestrom herunter, sodaß keine Überladung der Batterie auftritt. Sehr gut beobachten läßt sich das an Ladegeräten, die mit Amperemeter ausgerüstet sind: Dort sieht man anfangs eine Ladung mit mehr “Ampere”, die Nadel geht dann aber immer weiter Richtung Null zurück.
- Stellen Sie sicher, daß die Entlüftungsöffnungen (soweit vorhanden) der Batterie frei sind. - Schließen Sie zuerst die Kabel des Ladegerätes an die entsprechenden Batteriepole an, hierbei auf die richtige Polung achten: Rotes Ladekabel auf Batteriepluspol, schwarzes auf Minuspol. - Stecken Sie dann das Ladegerät in die Steckdose und schalten Sie es ein, die jeweils geeignete Ladeart und Ladedauer wird durch den Einsatzzweck des Ladegerätes bestimmt.
Sicherheitshinweise:
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Batteriesäure ist ätzend, deshalb Kontakt vermeiden und beim Umgang mit Batterien Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen! Sollten Sie mit Säure in Kontakt gekommen sein, sofort mit viel klarem Wasser ausspülen und einen Arzt konsultieren!
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Beim Laden der Batterie entsteht explosives Knallgas, deshalb in der Nähe des Ladegerätes nicht mit offenem Feuer hantieren!
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Auf ausreichende Blüftung achten.
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Ausgediente Batterien sind Sondermüll, deshalb beispielsweise im Autoteilefachhandel/ Autowerkstatt abgeben. Die Batterien werden hier fachgerecht entsorgt und Recyclingsystemen zugeführt
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